Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Hier dreht sich alles um Dream Theater und die anderen Bandmitglieder

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MdJ
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 09.02.2019, 23:53

Hm... es fällt mir schwer, nachzuvollziehen, was Du sagen möchtest:

"Hausgemachte Mucke"?

"Alter Bridge oder Tremonti " im Abgleich zu >Paralyzed<...?

Ernsthaft?

simon
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von simon » 10.02.2019, 00:05

Ich stimme Hans Muff völlig zu.
Es geht doch nicht darum, welche Band das besser macht. Das ist eine völlig absurde Frage.
Dream Theater hatten eben auch in kürzeren Stücken eine Komplexität und man hat immer nach mehrfachem Reinhören immer wieder etwas entdeckt und gesagt: "Wow". Wer das nicht von Dream Theater kennt, hat vielleicht nie richtig hingehört oder was auch immer.
Es ist doch für jeden eigentlich erkennbar, dass das eigentlich Dream Theater-Typische mindestens in dem aktuell veröffentlichen Stück nicht enthalten ist.

Es ist eine super Band, nach wie vor, ohne Frage.
Aber mit 2019 und welche Band macht das besser hat es nichts zu tun, wenn man vergeblich sucht, was Dream Theater über lange Zeit ausgemacht hat.

Sind alles Ansichtssacheb. Aber hier mit dem Lauf der Zeit etc zu argumentieren, kann ich nicht nachvollziehen und zeigt einfach ein gewisses Mitlaufen, dem Dream Theater gegenüber dem "Mainstream" lange entgegen gewirkt haben. Und das darf auch 2019 so sein. Wäre es zuvor bereits ander gewesen, hätte es eine Platte wie I&W oder SFAM nie gegeben.

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Hans Muff
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 10.02.2019, 00:33

MdJ hat geschrieben:
09.02.2019, 23:53
Hm... es fällt mir schwer, nachzuvollziehen, was Du sagen möchtest:

"Hausgemachte Mucke"?

"Alter Bridge oder Tremonti " im Abgleich zu >Paralyzed<...?

Ernsthaft?
Du willst mich nicht verstehen, oder? :D

Ich will DT! Paralyzed ist in meinen Ohren kein DT. Es ist ein guter Song, von guten Musikern performt. Aber es fehlen mir genau die Attribute, weswegen DT da sind wo sie heute sind, bzw. früher mal waren. Auf dem Olymp der progressiven Mucke, fernab jeder Konvention oder Erwartung der zuhörenden Gesellschaft. Hat man es früher geschafft den Zuhörer durch Soundwelten und Albumkonzepte zu transportieren, so überaschen die neuen Songs höchstens durch ihre Einfältigkeit.
Ich hatte es schon mal vorher irgendwo geschrieben. Der Output ist ja grundsätzlich gut, aber erfüllt meine persönlichen Erwartungen an eine Steigerung des bereits gezeigten schon seit einigen Alben nicht mehr. Liegt nicht unbedingt an DT. Kann sogar eher an mir liegen. Aber ich bin da offensichtlich kein Einzelfall....

Und ich bin bewusst nicht in Deinen Vergleich eingestiegen und habe bewusst keine Band genannt, die es „besser“ macht. Ich habe mit AB und Tremonti lediglich zwei Alternativen genannt, wenn es um gutes Songwriting OHNE großartige Virtuosität der einzelnen Musiker, vielmehr mit Blick auf ein gutes Gesamtwerk geht. Und genau die beiden schalte ich ein, wenn ich „entspannt“ Musik hören möchte und nicht in eine Sound-Themen-Welt eintauchen möchte.

Nur Du alleine vergleichst diese Bands mit dem aktuellen Output von DT, nicht ich. :)
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 10.02.2019, 12:35

Lieber Hans Muff, vielen Dank für die ausführliche Darlegung!

Nun denn, dann werde ich Deine Sicht der Dinge fröhlich aushalten - auch wenn ich sie nicht unbedingt teile.
Aber ich habe Dich nach dieser letzten Ausführung tatsächlich besser verstanden.

Dann warten wir mal voller Hoffnung auf den nächsten Song...

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 10.02.2019, 12:40

Hans Muff hat geschrieben:
09.02.2019, 23:44
Mit Mainstream meine ich einen Output, wie man ihn vielfach von anderen Bands gehört hat oder zu hören bekommt.
Dream Theater waren für mich immer mit komplexen Rhythmen, Songstrukturen und Virtuosität verbunden. Dazu Konzepte und immer wieder das Aufgreifen einzelner Passagen. Eben NICHT das, was man sonst so im Radio, bzw. geteilten Playlists zu hören bekam.
Und all das spiegelt dieser Song nicht wieder.

Wer es besser macht?! Darum geht es doch gar nicht. Niemand macht hier ein Rennen. Niemand muss sich messen. Es geht doch um die Entwicklung die die Band seit Jahren macht. Und die gefällt mir lange nicht mehr so gut, wie die Entwicklung von den 90ern in die 2000er. Aber auch ich werde älter und bin evtl. Einfach festgefahren.

Will ich einfache, hausgemachte Mücke hören, dann lege ich Alter Bridge oder Tremonti auf. Die bieten mir seit Jahren gute Unterhaltung ohne all die Virtuosität der einzelnen Musiker. Einfach gut und einfach strukturierte, gut komponierte Songs oder Schnick Schnack.
Du sprichst mir aus der Seele!
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 10.02.2019, 15:04

Endlich findet hier mal wieder eine richtige Diskussion statt. Find' ich gut!

Inhaltlich bin ich eher bei MdJ. Einfach strukturierte Stücke, die auch von anderen Künstlern stammen könnten, hat es bei DT doch immer wieder gegeben: Another Day, Surrounded, Take away my Pain, Anna Lee, The Answer lies within, I walk beside You, Forsaken, Build me up, Break me down. Gerade Another Day und I walk beside You sind geradezu lupenreine Pop Songs und Anna Lee könnte auch von Elton John sein.

Entscheidend ist doch, dass auf einem Album die Mischung stimmt. Und ich bin mir einigermaßen sicher, dass die eigentlichen "Kracher" noch kommen.

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Hans Muff
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 10.02.2019, 15:59

Ja, das stimmt. Immer wieder finden sich geradlinigere Songs auf den Alben, die eher any Pop als an Prog erinnern. Diese fügten sich dann in ein Gesamtkonzept bzw. in den Kontext des jeweiligen Albums perfekt ein.
Eventuell passiert das mit Paralyzed auch. Aber die ersten drei Singles lassen mich zumindest vermuten, dass die Songs irgendwie nicht wirklich an die Qualität der vergangenen Tage anknüpfen können.
Ich bin mir halt nicht sicher und dennoch auch gespannt. Insbesondere der geniale Sound lässt mich hoffen, dass es auch songmäßig noch ne Schippe drauf gibt. Aber Begeisterung für den bisherigen Output bleibt definitiv aus.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 10.02.2019, 17:29

Hey, Simply Joe, danke für Deine Zeilen!

Wie Ihr wisst, finde ich den Song "Paralyzed" großartig (die beiden vorauslaufenden Stücke auch!).

Ich habe auch herausgefunden, warum mir diese Art der Komposition inzwischen gefällt:

Sie bringt es auf den "Punkt".

Keine verspielten Endlos-solies, kein Herumgeschnörkel, kein Notengewitter um des >Gewitters< willen...

Das hätte mir früher gefallen. Ja, damit hatte ich einst diesen >Mainstream-Quark< befeuert.

Aber nun bin ich alt und älter geworden (44 Jahre) und muss gestehen, dass es mir "schmeckt",
wenn DT gleich >in medias res< gehen...

Und dieser fette Sound!

Herrlich!

Schade nur, dass es außer von Hans M. und Simply J. keine Reaktionen gibt...

Diese Qualität an Musik wäre es doch wert...

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von simon » 10.02.2019, 21:19

Einer hat sich schon noch geäußert oder wird man hier als "Neuer" ausgegrenzt? ;)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 10.02.2019, 22:13

Hey, nein!

Auf gar keinen Fall! Du hast vollkommen Recht!

Ich sollte die Texte hier sorgfältiger lesen...

Habe leider nur so wenig Zeit :-/

Sorry, dass ich Dein Statement nicht berücksichtigt habe...

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von simon » 10.02.2019, 22:32

Hey, meinte es auch nicht so ernst, alles gut ;)
Finde es aber auch klasse, dass hier etwss diskutiert wird.
Und am Ende ist es ja so, dass wir trotzdem alle gespannt sind auf das neue Album.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 10.02.2019, 23:33

Stimmt :-)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 11.02.2019, 19:38

Gespannt ja, dennoch halte ich es mit Hans Muff: DT - Alben hatte jahrzehntelang für mich eine Art "Heilsbringer- Effekt" --> Endlich wieder etwas, was ich so nicht gehört habe...DAS ist leider mitlerweile komplett verloren gegangen, das DT sich mehr und mehr selbst covern und wiederholen. ...das, was mir aber am meisten auffällt: Der Gänsehautfaktor ist weg! Vielleicht, weil es mittlerwiele via youtube und co so unfassbar viele gute Musiker zu sehen gibt (Handwerklich gesehen, Songwriting ist da was anderes). DT waren für mich eben früher die Meister ihres Faches.

UND: Ich habe gestern nochmal in die James LaBrie- SoloAlben reingehört: Da fällt mir auf, dass seine Vocals da viel direkter klingen, irgendwie singt der da auch andere Hooks und Lines, alles mehr auf den Punkt, weniger "verkrampfter Hitversuch mit Ohrwurm- und Mitsingmuss"...keine Ahnung, wie ich das besser beschreiben soll. In jedem Fall finde ich ihn da immer noch cool, oder auch bei Arjen Lucassen- bei DT eben irgendwie nicht mehr. keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist, aber da Vocals imn einem Song für mich immer sehr viel Bedeutung haben, lassen sehr viele aktuelle DT- Songs bei mir Federn. Schade.
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