Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Hier dreht sich alles um Dream Theater und die anderen Bandmitglieder

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 03.03.2019, 21:05

Äh, du meinst Simple Joe! Axel hat das nicht geschrieben....
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larryboogie
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 04.03.2019, 18:27

Hans Muff hat geschrieben:
03.03.2019, 21:05
Äh, du meinst Simple Joe! Axel hat das nicht geschrieben....
upps, SORRY! Natürlich...und Daniel Gildenlöw habe ich auch noch vergessen...peinlichpeinlich :wall: :roll: :mrgreen:
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 04.03.2019, 19:00

Soderle, meine Gedanken zum neuen Album:
Vorab schonmal: Nachdem „The Astonishing“ für mich ein absoluter Megaflopp war bin ich über „D over T“ natürlich sehr erfreut. Soundmäßig das mit Abstand Beste seit „Systematic Chaos“.
Endlich hört man mal Bass. Und endlich auch mal vernünftige Drums. Mike hat es wohl sehr gut getan, endlich aktiv am Schreiben beteiligt gewesen zu sein. Daumen hoch, sollten die beibehalten. Und Johns Gitarrenwand ist so organisch wie ewig nicht mehr. Super! Das scheppert gewaltig. Im Solosound mag ich es gerne mit etwas weniger Gain (so wie bei Scenes) aber das ist personal Taste. An einigen Stellen ist der Leadsound aber meeegaa!!! Also Gitarrensoundmäßig insgesamt 10/10.
Zu den Songs:
1. Untethered Angel: Aus meiner sicht ruinieren die Vocals den Song, sowohl hinsichtlich sound als auch die Vocal- lines. Und die Intsrumentalparts klingen einfach wie bei sich selbst geklaut. Sorry: Mit einem anderen Song zusammen die schwächste Nummer auf der Platte.
2. Paralyzed: cooles Riff, flotter Song, skippe ich aber meistens weil ich keine Part finde, der mich richtig kickt…insgesamt aber eine solide Nummer, bei der es sich gut Sporteln lässt.
3. Fall into the light: Der Song ist gewachsen- und das Ende ist einfach der hammer…wie alte Metallica oder maiden, nur das sowas keiner mehr von denen gebracht hat. Fette Nummer- I like!
4. Barstool Warrior: Back to 6 degrees 😉 Schöne klassische ProgrockNummer, Vocals am Anfang schwach, nach hinten raus wird der Song immer besser. Geiles Solo! Bislang beste Nummer auf der Platte…
5. Room 137: Fettes Riff, finde ich mega. Könnte aus Train- Zeiten kommen…leider fehlt mir die geile Vocal- Hook um es zu einer absoluten Meganummer zu machen….aber insgesamt ein sehr fetter Song, mit coolen Ideen…
6. S2N: Cooler Start, fetter Song- Chorus klingt für mich sehr nach einer DT- Nummer der letzten Alben und kickt mich leider nicht besonders…geht zwar ins Ohr aber lässt mich unberührt zurück…Instrumental gesehen aber eine geile Nummer.
7. At wits end: Das Ende, das Ende, das Ende…erstes Mal Gänsehaut! Danke! Fettgeile Nummer, gehört absolut zu DTs Topnummern der letzten 15 Jahre!
8. Out of Reach: Aus meiner Sicht leider der Tiefpunkt des Albums. Völlig nichtssagend…keine Ahnung, was das für ein Song sein soll? Ne Ballade ist es jedenfalls nicht wirklich. Berührt mich nicht, auch nicht das dem 5. Oder 6. Durchlauf. Schade…
9. Pale Blue Dot: Highlight Nr2! Der Beginn: Geilomat! Der Intrumentalpart: Unfuckingfassbar Geil“ Leider nudelt es dann zum Ende hin was aus…hätte mir das eher was wie bei „wits End“ erhofft umd das Album monumentalmäßig zu beschließen…leider nicht so. Aber egal: Geile Nummer…und der InstrumentalPart entschädigt dafür total. Merci!
10. Ein Cover…Fetter geht’s nimmer…erinnerte mich an der Klampfe an Victor Smolski…Geiles Cover!
Was die Produktion als solche angeht: Sie ist natürlich meeeega fett aaaber generell hätte ich mich gefreut wenn es eine ganze Ecke weniger komprimiert wäre…aber so werden die meisten Metalalben halt aktuell produziert…ich bevorzuge soundmäßig da eher Produktionen a la „Porcupine Tree/ Steven Wilson“ oder Opeth – aber das ist Geschmackssache.
Gesamtbewertung: Soundmäßig 9/10. Fetter geht nicht, Man hört alles raus und die Bassdrum pumpt wie sau. Danke DT, das ist eine sehr geile Scheibe zum Pumpen oder Autofahren. Kann man gut „Nebenbei“ hören…das ist auch mein Kritikpunkt: Mir fehlen die Vocal- lines, die es episch und zu einem Masterpiece machen…sorry, James (bzw. DT): Das geht besser (finde ich persönlich zumindest, z.B. auf des „Train of Thought“. Alles fette Ohrwürmer!.)
Es ist ja alles nicht schlecht, was er da singt, aber eben nicht mega…und seine Stimme ziehts einfach runter- und nein, ich bin kein JLbrie- Hater! Bei anderen Platten (Soloalben, Ayreon) klingt er wesentlich besser!
Also: Danke, DT, für eine fette, HeavyProgPlatte, die auf jeden Fall Laune macht und kickt. Ich befürchte aber gleichzeitig, dass ich sie nicht sooo oft hören werde wie die alten Sachen…aber wer weiß, vielleicht wächst sie noch.,
Mein Overall- Urteil:
Sound. 9/10 (wegen Vocals)
Writing/ Kreativität: 7/10
Rangliste innerhalb der DT Alben: Irgendwo in der vorderen Mitte. Ich höre es gerne. I Like it. Besten Dank.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 04.03.2019, 19:35

Lieber >larryboogie< vielen Dank für diese detaillierte Analyse.

Aber Wahrheit (geht für mich) >perspektivisch< durch die Zeit.

Ich gebe Dir nur ein Beispiel.
Du hast zum Beispiel geschrieben:
„Untethered Angel: Aus meiner sicht ruinieren die Vocals den Song […]“

Ich verstehe das nicht.

Für mich glänzen und brillieren die >Vocals< in diesem Song und schenken mir seit vielen Jahren endlich mal wieder einen saftigen >DT-Zauber<!

Belassen wir es dabei:
Dē gustibus nōn est disputandum! ;-)

Und darüber hinaus: Endlich >regt< sich hier im Forum in der Diskussion mal wieder etwas :-)

Mein Overall- Urteil:
Sound. 12/10 (wegen der Vocals!)
Writing/ Kreativität: 25/10

Rangliste innerhalb der DT Alben: GANZ OBEN! :D :D :D

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 05.03.2019, 08:23

"Wahrheit geht durch die Zeit?" was meinst du damit? Das verstehe ich nicht.
Untethered Angel ist aus meiner Sicht halt einfach platt...farblos, a lame duck...aber So hat eben jeder seine Lieblinge.
Für mich waren "6 degrees und train" die letzten wirklich innovativen DT-Alben die mich auch geflasht haben...danach kam viel Durchschnitt mitvwenigen kleinen Highlights.
...edit: octavarium muss ich zu den Knalleralben noch hinzuzählen...fast vergessen🙈😁
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 06.03.2019, 02:02

Lieber >larryboogie<!

Danke für Deine Nachfrage.

Ich hatte geschrieben: "Wahrheit geht (für mich) perspektivisch(!) durch die Zeit!"
Damit meine ich, dass Musikgeschmack (oder lebensweltliche Ansichten) immer dem (unausgesprochenen) Verdikt einer Subjektivität erliegen und damit auch immer „subjektiv“ bleiben und eben keinen Anspruch auf eine allgemein gültige Absolutheit beanspruchen können.

Genauso wie meine überdrehte Fan-Haltung es manchmal einfordert…

Absolut und unangefochten bleibt allerdings, dass Dream Theater >Ausnahmemusiker< sind.

Da können wir hier, im Forum, tolle oder auch weniger tolle Rezensionen schreiben.

Es hat keinerlei Bedeutung. Unsere Kritiken sind „Knallerbsen“ – im besten Fall.

Der Erfolg (messbar an den Verkaufszahlen/ Charts) gibt Dream Theater in ihrer Vorgehensweise Recht, den musikalischen >Impuls der Zeit< gut abgespürt – und auf einem brechend-berstend genialen Niveau >aufgefangen< zu haben.
Dafür danke ich Gott auf Knien!

Uneingedenk dessen bin ich seit Jahren davon überzeugt, dass alle fünf Musiker nicht danach „schielen“, die besten Verkaufschart zu erzielen - sondern das umsetzten, was IHNEN "schmeckt" (und nicht allein den FANS).

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte selbst Mike Portnoy damals die Fans über das von Dir so hoch ausgepriesene Ocatavarium mit „Never Enough“ schwer kritisiert, „nie genug“ bekommen zu können.

Wie Recht er doch hatte! Oder etwas nicht?

In diesem Sinne eine gute Nacht!

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 06.03.2019, 07:01

MdJ hat geschrieben:
06.03.2019, 02:02
Lieber >larryboogie<!

Danke für Deine Nachfrage.

Ich hatte geschrieben: "Wahrheit geht (für mich) perspektivisch(!) durch die Zeit!"
Damit meine ich, dass Musikgeschmack (oder lebensweltliche Ansichten) immer dem (unausgesprochenen) Verdikt einer Subjektivität erliegen und damit auch immer „subjektiv“ bleiben und eben keinen Anspruch auf eine allgemein gültige Absolutheit beanspruchen können.

Genauso wie meine überdrehte Fan-Haltung es manchmal einfordert…

Absolut und unangefochten bleibt allerdings, dass Dream Theater >Ausnahmemusiker< sind.

Da können wir hier, im Forum, tolle oder auch weniger tolle Rezensionen schreiben.

Es hat keinerlei Bedeutung. Unsere Kritiken sind „Knallerbsen“ – im besten Fall.

Der Erfolg (messbar an den Verkaufszahlen/ Charts) gibt Dream Theater in ihrer Vorgehensweise Recht, den musikalischen >Impuls der Zeit< gut abgespürt – und auf einem brechend-berstend genialen Niveau >aufgefangen< zu haben.
Dafür danke ich Gott auf Knien!

Uneingedenk dessen bin ich seit Jahren davon überzeugt, dass alle fünf Musiker nicht danach „schielen“, die besten Verkaufschart zu erzielen - sondern das umsetzten, was IHNEN "schmeckt" (und nicht allein den FANS).

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte selbst Mike Portnoy damals die Fans über das von Dir so hoch ausgepriesene Ocatavarium mit „Never Enough“ schwer kritisiert, „nie genug“ bekommen zu können.

Wie Recht er doch hatte! Oder etwas nicht?

In diesem Sinne eine gute Nacht!
Also prinzipiell sind wir uns ja in vielen Dingen einig...allerdings sehe ich es vielleicht weniger "euphorisch" als du.
Was du bzgl. "Charts" vielleicht nicht weisst: Die deutschen Albumcharts gehen nicht nach absoluten Berkaufszahlen sondern nach dem damit verbundenen Umsatz. Bedeutet konkret: Jemand der 10x ein Album für 10€ verkauft liegt in den Charts hinter dem, der einmal eine Sonderedition für 150€ verkauft. Deshalb bringen ja mittlerweile alle Künstler gefühlt eine Million verschiedene SonderMegabonuseditions raus, veröffentlichen zig Singles vorher undundund...ich persönlich halte das für verarsche, aber so sind nunmal die Spielregeln. Und auch DT sind in heutiger Zeit an den Verkaufszahlen gebunden...außerdem genereiren die den Grad des Erfolges...und da schielen wohl alle Künstler drauf.

Was man DT bestimmt nie in dem Maße nachsagen kann wie zigtausend anderen bands ist sicherlich, dass sie Trends hinterherrennen oder sowas. Sicherlich bedien(t)en sie sich schon immer an musikalischen Vorbildern und bauen das in die Songs ein, das finde ich aber sogar eher interessant als blöd...solange es deren eigenes Stück bleibt.
Wie ich ja schrieb- das neue Album ist ein gutes Album- aber eben kein MEGAHammer. Aber was will man erwarten, auch DT haben nur 12 Töne zur Verfügung...;-)
Bzgl. persönlicher Geschmack: DT sind noch immer gut - -ber früher fand ich sie halt besser. Das hat damit zu tun, dass sie sich (ver)ändern- ich mich aber eben auch. Und ich bin eben kein Fan, der pauschal alle Outputs seiner Lieblingsbands immer in den Himmel lob...
Beispiele:
Blind Guardian: Seid "A night at the opera" gefällt mir der neu eingeschlagene Weg deutlichst weniger...inklusive Sound
Quenssryche: Bis Promised land mega...dann ohneEndeLame...seit dem neuen Sänger machen die wieder richtig gute Musik.
Fates Warning: Der alte Kram gefäält mir kaum noch (habe ich früher geliebt) - das aktuelle Album ist der Hammer!
Circus Maximus. Werden von Album zu Album besser (OK, vielleicht ist nINE das Beste...aber Havoc klingt fett!)
undundund...
In the end it´s all about personal taste AND MOOD....ich bin DT- Fan seit ich die awake und images auf dem Schreibtisch meines Bruders fand...und bis Octavarium haben sie jedesmal meinen musikalischn Horizont gesprengt...das passiert eben heute nicht mehr. Macht aber auch nix...ist ja trotzdem noch gut.
Schönen Tach und LG
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 06.03.2019, 16:47

Hey, danke für Deine Zeilen!

Ich lasse das mal so >stehen<. Auch wenn das neue Album für Dich kein >MEGAHammer< ist - für mich eben schon :-)

Sei`s drum! Ich werde mal in die neue (oder letzte) Scheibe von Queensryche reinhören.

Übrigens fand ich Pain of Salvation auch nicht übel... Habe die Band aber nach >Road Salt Two< nicht weiter verfolgt.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 06.03.2019, 20:20

Die aktuelle PoS ist der Hammer...und das LiveAlbum ebenfalls (Da ist die beste Halleluja- Coverversion ever drauf!!!
...und Queensryche bringen jetzt demnächst mit "the verdict" ein neues Album. Bin ich sehr gespannt...leider mitlerweile auch ohne Scott Rockenfield...naja, werden alle nicht jünger. :roll:
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 06.03.2019, 21:21

Mal ne provokante Frage an Mdj zu dem eigentlichen Thema:

Ist es für Dich überhaupt denkbar, dass DT mit dem neuen Album vielleicht kein Megahammer abgesondert haben? Wie verhält sich denn das aktuelle Album zu den letzten, sagen wir 5 veröffentlichten Alben? Sind die ebenfalls alle Megahammer oder gibt es für dich Abstufungen der Wertigkeit?

Bei aller Fanbegeisterung, die auch ich habe, muss doch auch ein gewisser objektiver Standpunkt möglich sein. Zumindest muss es doch möglich sein, die Meinung von Wertigkeiten anderer Mitglieder zu akzeptieren. Auch wenn man sie selbst nicht verstehen kann.
Ich gönne Dir Deine Euphorie und Deine Liebe zu DT. Ich wäre froh, ich hätte auch einen Grund ebenso zu fühlen! Leider löst DT bei mir eben nicht mehr so sehr etwas aus. Wenn Sie auch wieder auf den richtigen Weg zurückgefunden haben!

Eins noch zum Thema „messbarer“ Erfolg wegen der Charts. Wenn’s danach ginge hätten wir hier entweder ein Helene Fischer Forum oder ein RAF Camora Forum :twisted: . Warte mal ein, zwei Wochen, dann tauchen DT kaum noch auf...
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von simon » 06.03.2019, 21:38

Wo liegt jetzt eigentlich das Problem?
Mdj hat doch geschrieben, dass das Album für ihn der Hammer ist und für andere eben nicht.
Verstehe jetzt nicht, dass man das nicht einfach akzeptieren kann.

Mich nervt es auch etwas, dass immer wieder der Vergleich zu alten Platten angestellt/gesucht wird. Ich finde auch nach wie vor, dass z.B. I&W und SFAM nicht zu toppen sind. Aber das neue Album hat auch nach meinem Geschmack wieder richtig großes Potenzial und ein paar richtige Sahnestücke zu bieten.

Einfach mal wirken lassen, vielleicht macht ihr die Erfahrung dann ja auch noch ;)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 06.03.2019, 22:14

I&W, Awake, SFAM usw. sind alles gute Alben mit außergewöhnlicher bzw. besonderer Musik/Sounds/Kompositionen, jede Zeit, jedes Jahr und Jahrzehnt hatte solche Höhepunkte oder wie auch immer man es nennen mag, aber die Zeiten ändern sich und auch die Musik bzw. die experimentellen Phasen und Ergebnisse einer Band ändern sich. Ich denke es ist und bleibt einfach eine Geschmackssache, vielleicht gefällt es einigen neuen DT-Fans besser was DT in den letzten Jahren abgeliefert haben, anderen gefallen die älteren Alben/Musik/Sounds usw. besser. Ich habe mich immer auf jedes neue DT-Album gefreut und vielleicht liegt es am zunehmenden Alter, dass ich heute z.B. gar nicht mehr so intensiv und häufig Musik konsumiere wie früher, habe kaum mehr Zeit, höre mir das neue Album überwiegend im Auto an, dort habe ich für sowas noch die Zeit, wenn auch nur wenig, aber mehr als zu Hause.
Ich kann mich noch an die VÖ von Awake erinnern, nach I&W war für mich klar das ich das nächste Album auch haben musste und als ich Awake zum ersten Mal in den CD-Player geschoben habe, da hing alles an einem Stück, ich habe die Musik aufgedreht und total genossen, jeden Song, alles hat in mir echt Glücksgefühle ausgelöst, ein ganz spezielles Lebensgefühl. Damals hatte ich noch die Zeit mich darauf einzulassen, mich damit intensiv zu beschäftigen, seit vielen Jahren sieht das leider anders aus, andere Prioritäten bestimmen mein Leben.
Ich muss zugeben, es ist schade das sich alles so verändert hat, aber das liegt sicher nicht an der Musik von DT, ich habe das neue Album noch nicht oft gehört, meist nur einzelne Songs, vielleicht max. 2x das komplette Album durchlaufen lassen, meist sogar nur "nebenbei" weil ich wieder keine Zeit hatte mich in Ruhe hinzusetzen um mir ausschließlich das Album anzuhören. Es ist schade, aber ich genieße die kurze Zeit mit der Musik von DT auch weiterhin, nur nicht mehr so intensiv wie früher.
"Distace Over Time" beinhaltet echte Knaller für mich, coole Rhytmen, tolle Gitarren- Bass und Drumsounds, tolle Solos. Aber heute habe ich noch gedacht, auch JPs Solos ähneln sich mittlerweile auch hier und da, der Stil ist der Gleiche und die Melodien auch ähnlich zu bereits komponiertem, aber das ist wahrscheinlich auch normal, denn John hat nunmal seinen Sound, seinen Stil und wenn man das mag, so wie ich, dann ist es auch nicht störend, dass sich hier und da ein paar Melodien, wenn auch nur teilweise, schonmal ähneln, also zu alten Songs.

Wenn jemand das Album als den Mega-Kracher empfindet, ist das auch völlig legitim und darf hier auch gerne weiter kund getan werden :wink: :yeah:
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 06.03.2019, 22:47

simon hat geschrieben:
06.03.2019, 21:38
Wo liegt jetzt eigentlich das Problem?
Mdj hat doch geschrieben, dass das Album für ihn der Hammer ist und für andere eben nicht.
Verstehe jetzt nicht, dass man das nicht einfach akzeptieren kann.

Mich nervt es auch etwas, dass immer wieder der Vergleich zu alten Platten angestellt/gesucht wird. Ich finde auch nach wie vor, dass z.B. I&W und SFAM nicht zu toppen sind. Aber das neue Album hat auch nach meinem Geschmack wieder richtig großes Potenzial und ein paar richtige Sahnestücke zu bieten.

Einfach mal wirken lassen, vielleicht macht ihr die Erfahrung dann ja auch noch ;)
???

Ich empfinde es schon als merkwürdig, wenn ein User ein Album so sehr in den Himmel lobt und andere User aufgrund ihrer Kritiken kritisiert. Für mich ist das kein Problem, aber in jedem Fall diskussionswürdig, sofern es sich auf die Musik und nicht auf eine unsachliche Ebene bewegt. Soweit war es hier nie und wird es auch nie kommen :wink: .
Aufgrund dieser vorgenannten Merkwürdigkeit versuche ich nun den betreffenden User zu konkreteren Aussagen zu bewegen. Wir sind ja hier angemeldet, eben um uns zu diesem Thema auszutauschen.
Und natürlich müssen da auch Vergleiche zu alten Alben her. Kein Song dieser Welt wird je für sich alleine stehen, sondern immer mit anderen verglichen werden. Nur so bildet sich Geschmack. Vielleicht wird es dann so für andere verständlicher, warum gerade für MdJ dieses Album hier ein so besonders gutes ist.

Nicht falsch verstehen. Wir sind doch alle aus dem selben Grund hier. Ich freue mich ja sogar das wir nicht einer Meinung sind. So kommt doch wenigstens unter uns wenigen nicht eine vernünftige Diskussion zustande :lol: .
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von simon » 07.03.2019, 08:24

Ich finde es auch klasse, dass diskutiert wird.
Aber wie gesagt, ich denke, es muss hier keiner in allen Einzelheiten darlegen, warum das Album für ihn ein Kracher ist.
Das hat sicherlich auch etwas mit Axels Argumentation zu tun. Viele von uns -darunter ich- haben überhaupt nicht mehr die Zeit, sich ein ganzes Album in gewünschter Lautstärke anzuhören und es entsprechend zu genießen.
So auch eigentlich bei mir. Kleines Kind, bald Kinder, Werkeln am Haus etc.
Aber: Ich war z.B. enttäuscht von den vorab veröffentlichen Songs und dann konnte ich das Album plötzlich allein im Wohnzimmer hören, Frau und Kind waren aus dem Haus und ich musste nicht mehr in die Kanzlei.
Und dann kam eben Barstool Warrior und ich hatte dieses -von Axel beschriebene- Glücksgefühl. Und es folgten noch Songs wie A Wit's End und Pale Blue Dot. Und ich war so angetan von dem Album wie schon lang nicht mehr. Und daher ist es für mich ein echt super geiles Album. Für mich muss dann nicht jeder Song passen, aber bei mindestens drei Songs, die ich echt schon zu meinen Favoriten von DT zähle, ist das Album ein echtes Highlight.

Und bei Mdj war es möglichweise ähnlich. Im richtigen Moment das Album voll aufgedreht und beeindrucken lassen.

Es ist ganz klar eine Geschmacksfrage, da sind wir uns alle einig. Aber ich freue mich zum Beispiel total über die Kommentare von Mdj und ich freue mich auch total für ihn, dass ihn das Album so gepackt hat. Eben, weil wir dieses Gefühl doch alle kennen, hoffentlich ;)
Und dann gehört es auch dazu, dass manmach mal gar nicht detailliert beschrieben kann, warum etwas so flahst. Und ich denke, genau so ist es gut und so soll es sein.

So, ich höre gleich auch im Auto wieder das Album, teilweise zumindest ;)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 07.03.2019, 11:49

Also erstmal finde ich es gut, dass wir hier so offen diskutieren. Ich sehe es zum einen wie Axel: Auch meine Welt hat sich verändert und ich habe meistens nur im Auto oder beim Workout Zeit, Musik laut und konzentriert bzw. ungestört zu hören...das macht sicherlich einiges auch.
Dennoch habe ich eben bei den DT- alben der letzten 10-15 Jahre schnell das Gefühl, dass ich sie "ausgehört" habe, das Album an sich "satt bin" und zu viel "Gleiches" höre... und sie durch andere Musikalben ersetzt werden...mal abgesehen davon, dass ich mit den ersten Alben eben auch eine ganz andere Zeit und Erinnerungen verbinde. (Anfang 20: DTs Mukke war NEU, innovativ und Grenzensprengend). Vielleicht bin ich auch mitlerweile zu alt fürs "Megafan- sein" und sehe schneller (auch mal kritisch) über den Tellerrand hinaus.
Ich MUSS nicht mehr alles gut bzw MEGA finden, nur weil es von meinem Lieblingskünstler kommt...Kritik ist angebracht, meist Subjektiv und immer abhängig von der jeweiligen Situation/& den jeweiligen Umständen...mit Liebeskummer hört man Musik ja auch anders als beim Workout...bzw. nimmt sie anders war, wird anders berührt...oder eben auch gar nicht.

Das alles lässt sich auch gut am Look von JP erklären: Ich persönlich mag seinen aktuellen "life- of- Brian- Fake Bart" optisch gar nicht- nichts desto trotz könnte ich dem Mann tagelang an den Lippen hängen weil er einfach eine so warme, bodenständige und freundlich Art an den Tag legt. Ich hätte ihn gerne zum Freund ;-) Was will ich damit sagen?...Auch wenn die aktuellen Songs der letzten 10 jahre mir weniger gefallen, ändert das nichts an dem, was DT für mich und meinen (musikalischen) Werdegang bedeuten...und was eben die alten Songs in mir auslösen. Aber wenn ich seine Frau wäre, würde ich ihm raten: "Mr. Petrucci...start shavin´ please"...und wenn nicht, liebe ich dich trotzdem ;-)

PS.: Barstool Warrior haut mich mitlerweile echt um, geiler Song, hätte der Opener sein sollen! MEGAGEIL! (aber könnte so 1:1 auf die 6degrees passen...sehr viele Elemente von da tauchen leicht verändert auf...berührt mich mitlerweile, auch wenn ich gerne LaBrie weiter vorne gehabt hätte...aber das ist ja ein anderes Thema für sich -
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