Der recording Thread

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Hans Muff
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Beitrag von Hans Muff » 30.03.2010, 14:18

Dominik1986 hat geschrieben:Ich überlege mir ehrlich gesagt derzeit ernsthaft mir von Dell einen PC zusammenbauen zu lassen. Mit Windows 7, weil Windows kenn ich doch schon ziemlich gut und Mac halt noch gar nicht.
Dazu kann ich das hier empfehlen: http://forum.johnpetrucci.de/phpBB2-2.0 ... 1221#21221

Aber bitte keinen Glaubenskrieg :lol: .

Wurde da bereits diskuttiert. Ich werde da einfach was auf deine Frage schreiben, dann bleiben wir hier mehr bei der Hardware zum recorden und die eigentlichen Kniffe.
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Dominik1986
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Beitrag von Dominik1986 » 01.04.2010, 14:25

So ich hab mir jetzt einen Laptop bei Dell bestellt. Und zwar den Dell Studio 15 mit Core i7 Prozessor. Der müsste reichen denk ich, der hat 1,6GHz (mit Turbo 2,8) 8GB Arbeitsspeicher 500GB Festplatte (7200 1/min) und Windows 7.
Aber was könnt ihr mir für ein Programm empfehlen? Weil Logic fällt ja jetzt flach, vielleicht Cubase oder andere Vorschläge?

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Beitrag von Hans Muff » 01.04.2010, 14:49

Dann würde ich wirklich zu Cubase greifen. Das ist wohl das verbreitetste unter den Sequenzern. Das heisst man kann da in diversen Foren durchaus auf schnelle Hilfe hoffen.
Aber wie Joe schon sagte, liegt oftmals eine eingeschränkte Version bei diversen Programmen oder Soundkarten bei. Vielleicht probierst du einfach mal aus, oder guckst mal ob `s ne Demo gibt.

Weil letztendlich kommts bei diesen Programmen immer nur auf das Handling an. Alles andere ist mehr oder weniger gleich, heißt dann meist nur anders.
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Dominik1986
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Beitrag von Dominik1986 » 04.04.2010, 17:44

Hab noch eine Frage und zwar muss man zum abhören Monitore nehmen oder gehen richtig gute Kopfhörer da auch? Falls ja welche wären denn zu empfehlen? Diese hier vielleicht? http://www.thomann.de/de/akg_k271_mkii.htm

joe web
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Beitrag von joe web » 04.04.2010, 18:47

ich mische fast nur mit kopfhörer, da mein sohn im nebenzimmer schläft....
der AKG ist nicht schlecht, hat mich aber nicht überzeugen können. ich habe mich damals für den beyerdynamic 880pro entschieden und bin total happy mit dem teil.
http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt880_pro.htm
zum vergleichshören habe ich noch den audio technica ATH-M40 hier liegen.
den ich übrigens gerne zum einspielen für gitarre nehme, weil er sehr direkt und fett klingt.

richtig gute monitore sind natürlich besser, aber man ist dann auch von der umgebung abhängig. was sich durch aus negativ auf den mix auswirken kann.

da ich einen gut sortierten laden hier nürnberg habe, mache ich meine mixe mit kopfhörer fertig und fahr dann gerne mal in den laden um den mix über diverse guten abhörmonitore gegen zu hören.
bisher war ich immer angenehm überrascht, wie gut der mix über den 880Pro gelingt.
Joe´s Bands: Morbid Sky, Risky Whisky

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Beitrag von Dominik1986 » 04.04.2010, 19:02

Danke Joe, der sieht echt gut aus, hab mir den gleich mal auf die Merkliste gesetzt :D

johnistheman

Beitrag von johnistheman » 10.04.2010, 21:56

Hey, da es grad um Kopfhörer etc. geht eine Frage:

Meine Logitech PC-Boxen sind nach 3 Jahren (eigentlich ziemlich kurz) kaputt. Der Neupreis war ca. 50 €. Ich hab nun außerdem vor etwas mehr in das Thema recording einzusteigen.

Ist der Unterschied zwischen PC-Boxen ala Logitech und aktiven Monitorboxen sehr groß? Mir gehts dabei um einen Preisrahmen von 80 - 100 €. Das ist für Monitorboxen sicherlich sehr wenig, aber deswegen interessiert mich der Vergleich. Ich möchte auch nur schnell mal Ideen recorden und kein komplettes mastering etc. betreiben.
Also macht es Sinn in "sehr günstige" Monitorboxen zu investieren oder sind PC-Lautsprecher der "gehobenen Mittelklasse" die bessere Wahl??

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Hans Muff
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Beitrag von Hans Muff » 11.04.2010, 16:37

Also bei dem Preisrahmen macht es keinen Sinn über Monitore nachzudenken. Ich denke die unterste Grenze liegt hier bei ca. 250,- Euro für die ESI nEar05 Experience. Die habe ich selbst noch in Gebrauch.

Der Unterschied ist halt der, dass Monitore so linear wie möglich sein sollen. Hifi Boxen färben den Sound, weil sie meistens Höhen und Bässe anders betonen und Mitten eher zurückfahren. Wenn man dann darauf mixt kann es eben schnell passieren, dass sich der Sound auf anderen Anlagen nicht besonders gut anhört (zu wenig Bass oder kreischende Höhen). Eine Monitoranlage soll so neutral wie möglich klingen.
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Nico
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Beitrag von Nico » 11.04.2010, 17:51

Ja, da stimme ich Hans Muff zu.
Monitorboxen werden von Frequenz und Bauart etc. genau auf Recordinggeschichten abgestimmt (abhören etc.). Und wie Hans es schon richtig geschrieben hat, betonen normale Multimedia-Lautsprecher für den PC verschiedene Frequenzen ganz anders. Ich hab das auch schon ganz oft erlebt. Da merkt man selbst bei manchen Boxen im gleichen Preisrahmen drastische Unterschiede. Manche klingen total bassbetont, andere eher sehr mittig mit wenig Bässen und Höhen etc.

Daher würde ich für Recordingzwecke prinzipiell zu Monitoren raten, aber wenn du wenig Geld ausgeben möchtest und es auch "nur für Ideen" benutzt, so sind vielleicht qualitativ hochwertige Multimediaboxen eher geeignet. Habe da leider wenig Erfahrung, auch was günstige Monitorboxen betrifft. Habe aktuell noch ein Paar Behringer zuhause stehen, die jedoch auch weit über deiner Preisvorstellung liegen, und ich bin auch sehr zufrieden mit denen. Klingen sehr definiert und satt. Also muss nich immer so teuer werden.

Du musst halt wissen, für was du sie brauchst und ob sich das lohnt. Und letztendlich auch wie hoch der Anspruch ist. Aber für einen Preis bis 100€ wirst du in meinen Augen nicht wirklich brauchbare Monitorboxen bekommen. Wie gesagt, ich habe noch keine Produkte in der Preisklasse gekauft.. Aber so ist mein Eindruck.
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Hans Muff
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Beitrag von Hans Muff » 11.04.2010, 18:53

Ich wüsste nicht einmal, ob es Monitore in der Preisklasse gibt?!?
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joe web
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Beitrag von joe web » 11.04.2010, 19:02

ich benutze ziemlich günstige samson resolv 40a... hatten damals 150.- euro oder so gekostet. die sind ganz nett, aber auch keine echten monitorboxen, sondern eher bessere PC boxen.

meiner meinung nach ist es wichtig sich auf die verwendeten boxen einzuhören. also CDs nehmen die man sehr sehr gut kennt und diese einige male anhören, damit man sich an den klang der boxen gewöhnt hat.
habe schon mixes mit einfachen sony stereoanlagen boxen gemacht und die sind gar nicht schlecht geworden. wie gesagt, wenn man seine abhöre kennt, kann man als hobby-mischer fast jede box nehmen. man muss nur wissen wie es am ende klingen muss.
Joe´s Bands: Morbid Sky, Risky Whisky

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Beitrag von Fürther von fünf » 11.04.2010, 23:57

Ich hab mir vor kurzem die HS-80M von Yamaha gegönnt und musste feststellen das ich mit den Boxen das Hören neu entdeckt habe.
Diese Monitore führen einen Mix gnadenlos vor.
Diese Differenzierheit und Räumlichkeit habe ich von "normalen" Hifi-Boxen nie bekommen, da hier von Haus aus immer eine Schönfärbung im Spiel ist, um dem Ohr zu gefallen.
Beim abhören von guten Liveaufnahmen, kannst du bsw. bei geschlossenen Augen genau wahrnehmen, wo jeder einzene Musiker steht. Akustikinstumente sind ein wahrer Ohrenschmaus!
Aber genug geschwärmt!
Abhöre über Kopfhörer, kann ich nicht empfehlen, da das Empfinden von Räumlichkeit und die links/rechts Darstellung verfälscht wird.
Ich habe beim Kopfhörermix und anschließenden anhören über Boxen festgestellt das Hall- Effektanteile oder L/R koordination oft zu schwach ausfallen.
Umgekehr kein Problem! Ein gut gemischter Boxen-Mix klingt auch im Kopfhörer gut.
Nur was glüht, rockt! 8)

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Hans Muff
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Beitrag von Hans Muff » 12.04.2010, 07:02

Das was Joe sagt ist korrekt!

Auch jeder Monitor ist nicht linear. Sonst gäbe es wohl nur eine Marke. Jeder Hersteller macht was anderes, jeder Hersteller probiert was aus. Daraus resultiert, dass wirklich auch jeder Monitor anders klingt. Deshalbt ist am Anfang immer gutes einhören wichtig. Wenn man seine Lieblingsscheibe 10 mal darauf gehört hat, dann wird einem klar, wie es über diese Box klingen muss. Deshalb auch immer während des mixens Pausen machen und Musik aus der Dose hören. Quasi als Referenz und um die Ohren zu schonen. Diese ermüden in der Regel sehr schnell.
Daher gilt eigentlich auch immer, nur in der ersten halben Stunde am EQ rumschrauben. Danach an den Lautstärken. Wenn man dann meint, dass am EQ was nicht stimmt, dann lieber ne Pause machen und nochmal hören.
Diese Sache kennt man ja auch aus dem Proberaum. Man stellt sich nen Sound ein. Während der Probe mal hier was mehr im Bass, dann da die Mitten etwas weniger und zum Schluss dann noch die kreischenden Höhen etwas betonen. Klingt am Ende der PRobe genial.
In der nächsten Probe fragt man sich was für ein Idiot am Amp rumgespielt hat :lol: .
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Fürther von fünf
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Beitrag von Fürther von fünf » 12.04.2010, 12:06

Hans Muff hat geschrieben:Das was Joe sagt ist korrekt!

Auch jeder Monitor ist nicht linear. Sonst gäbe es wohl nur eine Marke. Jeder Hersteller macht was anderes, jeder Hersteller probiert was aus. Daraus resultiert, dass wirklich auch jeder Monitor anders klingt. Deshalbt ist am Anfang immer gutes einhören wichtig. Wenn man seine Lieblingsscheibe 10 mal darauf gehört hat, dann wird einem klar, wie es über diese Box klingen muss. Deshalb auch immer während des mixens Pausen machen und Musik aus der Dose hören. Quasi als Referenz und um die Ohren zu schonen. Diese ermüden in der Regel sehr schnell.
Daher gilt eigentlich auch immer, nur in der ersten halben Stunde am EQ rumschrauben. Danach an den Lautstärken. Wenn man dann meint, dass am EQ was nicht stimmt, dann lieber ne Pause machen und nochmal hören.
Diese Sache kennt man ja auch aus dem Proberaum. Man stellt sich nen Sound ein. Während der Probe mal hier was mehr im Bass, dann da die Mitten etwas weniger und zum Schluss dann noch die kreischenden Höhen etwas betonen. Klingt am Ende der PRobe genial.
In der nächsten Probe fragt man sich was für ein Idiot am Amp rumgespielt hat :lol: .
Ich behaupte mal frech das Studio Monitore "je nach Güte" oftmals linearer sind als das menschliche Gehör das zuweilen sehr verfassungs abhängig arbeitet! Genau so wie man sich an einen miesen Computermonitor oder Fernseher gewöhnen kann, "so lange man nicht besseres gesehen hat", ist es eben auch bei Boxen.
Nur, weil "du" dir deine Boxen schön gehört hast muß ein zweiter Zuhörer das nicht auch so empfinden. :wink:
Was eine Box nicht auflösen kann, kann das Ohr beim Abmischen auch nicht berücksichtigen!
Man kann eine gute Abhöre schlecht Mischen, aber umgekehrt wird das nicht funktionieren.
Ich denke die Kunst ist es, einen Mix so hinzubekommen das auch die breite Masse etwas damit anfangen kann. (Etwa vom Küchenradio bis zur High-End Anlage).
Das rumschrauben im Ü-Raum ist echt ein Problem! Wir haben das bei uns demokratisch gelösen. Ist mehr als die Hälfte der Meinung das es schlecht klingt, darf an den Reglern geschrauben werden... :D

Ich hab dazu noch ein paar Infos gefunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Studiolautsprecher
http://www.audio-mastering-service.de/?page_id=331
Einfach mal Googeln
Zuletzt geändert von Fürther von fünf am 12.04.2010, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
Nur was glüht, rockt! 8)

johnistheman

Beitrag von johnistheman » 12.04.2010, 17:58

sehr interessante Antworten hier, super!
Ich denke ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen, wo hoch meine Ansprüche überhaupt sind. Aber das mit dem einhören stimmt, und das ohr, bzw. wir können uns immer irgendwie auf den Klang einstellen. Zum Beispiel wenn ich über mein kleines, billiges Küchenradio höre, fällt mir die grausame Klangqualität nach 10min nicht mehr auf (eher die grausame Musikauswahl :wink: ). Erst wenn ich dann im Wohnzimmer die Anlage aufdreh merk ichs dann wieder...
@ Fürther: Die Yamaha schein laut Thomann sehr beliebt zu sein, mal schauen wenns mich doch noch voll packt mit dem recording spar ich wohl auf die kleineren HS50M.

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