Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Hier dreht sich alles um Dream Theater und die anderen Bandmitglieder

Moderatoren: Johnnie, Hans Muff, Axel

MdJ
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 22.12.2018, 19:27

Hey, ich danke Euch beiden für Eure Zeilen!

Ich habe inzwischen das Gefühl, dass hier unterschiedliche "Sehnsüchte" einander streifen?

Warum auch nicht!

Nur frage ich mich: Kann das >Rad neu erfunden< werden?

Wenn ich Euch richtig verstanden habe, haben Dream Theater vielleicht - trotz aller kompositorischen Kompetenzen
(aus Eurer Sicht) ihren >Kreativitätszenit< nicht ausgereizt?

Ich weiß es nicht. Denn immerhin: - uneingedenk dessen, dass mir persönlich der Song gefällt
wurde >Untethered Angel< innerhalb weniger Tage bei youtube 1.159.347 aufgerufen!

Ob das mit Octavarium (bzw. "The Root of All Evil" oder "Pull me under") heute noch möglich wäre, wage ich zu bezweifeln.

Bei allem Respekt, den beide Songs in mir immer wieder wachrufen!

Ich danke Gott auf Knien, dass es Menschen wie Euch beide gibt, die noch großen Wert darauf legen, Musik zu "erleben", zu "durchdenken" und zu "lieben"!

Solange das so bleibt, habe ich noch viel Hoffnung! :dafür:

MdJ
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 22.12.2018, 19:30

Kleiner Nachtrag:

Lieber Axel, das Layout Deiner Website gefällt mir sehr!

Das wollte ichn Dir immer schon geschrieben haben.

Vielen Dank für diese Mühe!!!

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 23.12.2018, 16:09

Nach der berechtigten Kritik von MdJ an der spärlichen Diskussionsbeteiligung möchte ich auch ein paar Gedanken beisteuern.

In der Sache teile ich eher den Standpunkt Axels und Hans Muffs. Praktisch alles an "Untethered Angel" klingt sattsam bekannt. Axel hat das Stichwort geliefert: Vorhersehbarkeit. Von einer Band mit progressivem Anspruch darf man einfach mehr erwarten. Besonders die Gesangsmelodien/-harmonien sind leider ziemlich abgedroschen. Speziell beim Refrain musste ich spontan an "Hymn" von Ultravox aus dem Jahre 1982 denken. Auch ich sehe es so, dass DT seit einigen Alben nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. In den 1990er und 2000er Jahren standen sie zusammen mit Porcupine Tree und The Mars Volta an der Spitze der Bewegung - inzwischen haben sie deutlich an Relevanz verloren. Ich finde, sie brauchen dringend frische Impulse von außen, auch und gerade bezüglich des Songwritings.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 23.12.2018, 17:35

Hey Simply Joe, danke für Deine erfrischenden Worte!

Auch wenn ich (noch) nicht Deiner Meinung bin :-)

Ich habe mir mal - nein mehrfach(!) "Hymn" von Ultravox angehört,
kann aber keine wirkliche Gesanglinie (oder Ähnliches) gegenüber >Untethered Angel<
entdecken als die, die das 90ziger "Moll" ausreifen lassen :-)

Ist das der Song?

https://www.youtube.com/watch?v=RXLkpwFs8Fs

Ich finde übrigens, dass DT gerade (im Unterschied zu anderen Bands) "auf der Höhe der Zeit" sind.

Das genau ist ja meine "Kritik" an Axel und "Hans Muff".

Wenn es Gott gäbe und er würde uns Vieren erlauben, gedanklich oder auch "real" in "Echtzeit" und in Raum und Zeit erfahrbar in einer Konzerthalle aufführen zu lassen, was ein jeder von uns sich vom neuen DT - Album gedanklich wünschte ...

Oha, wir würden wohl staunen ;-)

Vielleicht sogar ganz im Sinne des alten Aristoteles:

Aristoteles sieht im Staunen (griechisch θαυμάζειν „thaumazein“) den Beginn des Philosophierens, das einen starken Akzent auf die Verwunderung legt.

In diesem Sinne Euch allen eine wundervolle Weihnachtszeit!

Ein unverbesserlicher MdJ ;-)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 23.12.2018, 19:18

@MdJ: ja, das ist der Song.
Ich höre durchaus tonale Ähnlichkeiten heraus, wenngleich unterhalb der Plagiatsschwelle. Entscheidend ist für mich aber Folgendes: aus beiden Refrains spricht der gleiche "ästhetische Geist". Es ist diese bierernst gemeinte, "Moll-lastige" Schwülstigkeit, die ich für nicht mehr zeitgemäß halte. Dabei waren DT mal so viel cooler!

Unabhängig von unserer kleinen "Meinungsverschiedenheit" wünsche ich auch Dir, und natürlich allen anderen im Forum ein Frohes Fest!

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 23.12.2018, 22:18

MdJ hat geschrieben:
22.12.2018, 19:30
Kleiner Nachtrag:

Lieber Axel, das Layout Deiner Website gefällt mir sehr!

Das wollte ichn Dir immer schon geschrieben haben.

Vielen Dank für diese Mühe!!!
Vielen Dank, freut mich sehr das es dir gefällt :D
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 26.12.2018, 08:21

Es tut mir leid, dass ich mich bei meinem letzten Post etwas im Ton vergriffen habe. Statt von "bierernster Schwülstigkeit", hätte ich einfach von "Pathos" sprechen sollen. Nachdem ich seinerzeit bei "The Astonishing" den Fehler gemacht hatte, mir das Album unbedingt "schön hören" zu wollen, war es diesmal meine Absicht, besonders ehrlich zu sein, auch mir selbst gegenüber. Doch die Wortwahl sollte immer angemessen sein, und vor allem nicht abwertend. Das habe ich mal wieder nicht beachtet.
Dennoch hoffe ich, um auf das Thema zurückzukommen, dass die übrigen Songs etwas reicher an Überraschungen sein werden.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 26.12.2018, 10:52

Naja. Wenn das im Ton vergriffen war, dann sind wir hier ein sehr tolerantes Forum! :lol:
Ich verstehe aber was Du meinst. Aber solange sich die Diskussion auf diesem Niveau bewegt, können wir gerne weitermachen.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 28.12.2018, 10:57

Aber solange sich die Diskussion auf diesem Niveau bewegt, können wir gerne weitermachen.
Danke, das freut mich zu hören! :D

Apropos Diskussion: es beunruhigt mich langsam, dass kaum noch gepostet wird ; nicht nur in diesem Thread, sondern im gesamten Forum - und das trotz der tollen Neugestaltung durch Axel. Das geht ja gefühlt schon seit zwei, drei Jahren so.
Liegt es wirklich an der Social Media-Konkurrenz, oder fehlt vielleicht die Muße - oder hat das Interesse an John Petrucci/DT so stark nachgelassen? Letzteres war zwischenzeitlich z.B. bei mir der Fall, weil ich so viel spannende neue Musik entdeckt hatte, dass kein Platz mehr für das Vertraute blieb.
Hat jemand von Euch eine Idee, woran es liegen könnte?

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 28.12.2018, 14:36

Glaube mir, wenn ich wüsste woran es wirklich liegt das hier nicht viel los ist, würde ich aktiv daran arbeiten das es sich wieder ändert.
Aber vielleicht sollten wir diese Diskussion in den dafür besseren Thread verlegen... viewtopic.php?f=5&t=1935
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 29.12.2018, 21:30

Hallo zusammen,
ich hole jetzt nicht weit aus, hoffe aber trotzdem, dass ihr alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt habt.
Zur "Single": Müsste ich es mit einem Wort beschreiben, dann würde es wohl "platt" sein...
Insgesamt klingt auch der Song wieder sehr nach aufgewärmtem Essen der letzten Tage, eine Hook die für mich keine ist, weil sie irgendwie "gewollt hymnenartig werden sollte ohne es letztlich zu sein (dabei leider völlig überproduziert, armer James)...riffs, die nicht schlecht sind- aber die man eben schon kennt! Und eben ein Aufbau, der auch sehr nach DT- Baukastenprinzip klingt...
Spielerisch natürlich alles auf Top- Niveau aaaber irhendwie für mich nur noch technisch ausgereift,eben nicht hinsichtlich songwriting oder sound.
Zum Sound: Ja, die Drums klingen besser- aber eben doch nicht gut...ebenso der Gitarrensound. Und sabei war Petrucci mal mein ultimativer Gott (ist er irgendwie immer noch, aber eben lieber auf früheren Aufnahmen)...mir fehlt in der ganzen Produktion der Single mal wieder das organische, die Luft zum Atmen im Sound...Beispiele wie es klingen könnte:
z. B.: hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Rf5EGNImwWc
DAS klingt für mich wieder neu, organisch warm, fett, alle Instrumente haben Luft ...klar, das eine ist eben Band 1 und das andere Band 2 aaaber: Gerade DT trau(te) ich es in den letzten knapp 10 Jahren jedesmal zu, endlich wieder sich selbst neu zu erfinden und mich wirklich (positiv) zu überraschen...ich hege Hoffnung für das kommnende Album...und hoffe und hoffe...

PS.: nicht bös sein wegend er harten Worte- währned ich das schreibe spielt Petrucci gerade "Purple Rain"...aaaahhhhw was ein Sound, was ein Solo ;-)
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von MdJ » 11.01.2019, 20:36

Nun denn - eine neue Chance für das kommende Album?

DREAM THEATER - Fall Into The Light (OFFICIAL ANIMATION VIDEO) :yeah:



Mir gefällt es.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 11.01.2019, 22:24

Auf alle Fälle deutlich besser als die erste Auskopplung. Musikalisch schon eher mein Ding. Der Sound ist einfach gut. Wirklich gut gemixt und produziert. Der Bass ist differenziert, die Keys gut eingebettet und die Drums fett und echt.
Ich hätte nicht gedacht, dass Mike Mangini mal die rote Laterne abgibt. Aber für mich bleibt nach dem zweiten Song James Labrie als schwächstes Glied in der Band. Kaum Innovation und alles schön mit Effekten kaschiert. Passt mir nicht, kommt hoffentlich mit den anderen Songs wieder...
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 12.01.2019, 12:46

MdJ hat geschrieben:
11.01.2019, 20:36
Mir gefällt es.
Mir auch.
Der Song hat einen tollen Aufbau, verströmt viel Atmosphäre. Und das Keyboard-Solo gefällt mir supergut!

Trotzdem muss ich Hans Muff beipflichten, was den Gesang betrifft. Da fehlt wirklich die Innovation. Den Chorus finde ich allerdings, von der Melodie und den Akkorden her, nicht schlecht. Insofern habe ich schon noch Hoffnung für das Album.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 14.01.2019, 18:56

Ich weiß echt nicht was ich dazu schreiben soll, irgendwie ist es DT aber auch irgendwie nicht. Jetzt haben wir den Salat, viele Fans haben immer nach ein wenig musikalischer "Bewegung" gerufen, nun haben wir genau das, zumindest stellenweise. Der Anfang klingt ein wenig nach Deep Purple o.ä., was dann folgt ist wieder DT-typisch, aber auch nicht alles so ganz, komisch, für mich nicht ganz stimmig....
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