Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Hier dreht sich alles um Dream Theater und die anderen Bandmitglieder

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Simply Joe
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 07.03.2019, 16:48

Axel hat geschrieben:
06.03.2019, 22:14
I&W, Awake, SFAM usw. sind alles gute Alben mit außergewöhnlicher bzw. besonderer Musik/Sounds/Kompositionen, jede Zeit, jedes Jahr und Jahrzehnt hatte solche Höhepunkte oder wie auch immer man es nennen mag, aber die Zeiten ändern sich und auch die Musik bzw. die experimentellen Phasen und Ergebnisse einer Band ändern sich.
Volle Zustimmung von meiner Seite!

Dream Theater sind heute eine ganz andere Band als etwa 1994, zum Teil ja auch personell. Darum vergleiche ich Distance Over Time auch nicht mit den alten Klassikern, sondern mit den Veröffentlichungen aus diesem Jahrzehnt - und komme dabei zu folgendem Ergebnis:

1. A Dramatic Turn Of Events - 9,5/10
2. Distance Over Time - 8,5/10
3. Dream Theater - 8,0/10
4. The Astonishing - 6,5/10

Vor ein paar Tagen habe ich mir A Dramatic Turn Of Events nach längerer Zeit mal wieder komplett angehört und war total begeistert. Das Album hat bei mir über die Jahre nichts von seinem Reiz verloren. Die Qualität sämtlicher Songs ist so außergewöhnlich hoch, dass ich hier nur von einem Meisterwerk sprechen kann. Für mich bleibt Distance Over Time zwar ein Stück dahinter zurück, trotzdem bin ich über weite Strecken sehr angetan. Barstool Warrior ist emotional unglaublich berührend und Pale Blue Dot eine ebenso rätselhafte wie wahnwitzige kosmische Klangreise, die mich jedes mal erschöpft aber glücklich zurücklässt.
Ich bin guter Dinge, dass es auch im kommenden Jahrzehnt wieder (mindestens) ein Meisterwerk von Dream Theater geben wird. Distance Over Time geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.

larryboogie
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 07.03.2019, 18:55

Bei mir sähe das(chronologisch) so aus:

1989: When Dream and Day Unite 7,0/10 (zählt für mich irgendwie nicht, weil ich mir Dominici nicht anhören kann, die Songs aber definitiv was haben!))
1992: Images and Words - 10/10
1994: Awake - 10/10
1997: Falling into Infinity 8,5/10
1999: Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory - 10/10
2002: Six Degrees of Inner Turbulence 9,5/10
2003: Train of Thought - 10/10
2005: Octavarium 9,0/10
2007: Systematic Chaos - 8,0/10
2009: Black Clouds & Silver Linings 7,5/10
2011: A Dramatic Turn of Events - 8,5/10
2013: Dream Theater 6,0/10
2016: The Astonishing - 3,0/10
2019: Distance over Time 8,5/10

Knallersongs haben alle...aber Punktabzüge gibt es in der Regel für die Anzahl der "Füller statt Knüller", sowie im Hinblick auf Gesamtsound und (an DT Ansprüchen orientiert) Kreativität und Innovativität.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 09.03.2019, 11:31

@larryboogie: Distance over Time 8,5/10 - da sind wir uns ja einig! Aus meiner Sicht eine verdient hohe Bewertung für ein tolles Album.
Auch in einem anderen Punkt bin ich bei Dir: der (Fake) Bart muss ab! :lol:

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 09.03.2019, 12:06

Simply Joe hat geschrieben:
09.03.2019, 11:31
@larryboogie: Distance over Time 8,5/10 - da sind wir uns ja einig! Aus meiner Sicht eine verdient hohe Bewertung für ein tolles Album.
Auch in einem anderen Punkt bin ich bei Dir: der (Fake) Bart muss ab! :lol:
Bei mir hört sich Kritik manchmal drastischer an als sie letztlich gemeint ist...D over T ist ein cooles Album und macht Freude- über die Dauer/Langlebigkeit in meinem Player bin ich mal gespannt...
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Johnnie » 28.03.2019, 16:24

larryboogie hat geschrieben:
07.03.2019, 11:49
Dennoch habe ich eben bei den DT- alben der letzten 10-15 Jahre schnell das Gefühl, dass ich sie "ausgehört" habe, das Album an sich "satt bin" und zu viel "Gleiches" höre... und sie durch andere Musikalben ersetzt werden...mal abgesehen davon, dass ich mit den ersten Alben eben auch eine ganz andere Zeit und Erinnerungen verbinde. (Anfang 20: DTs Mukke war NEU, innovativ und Grenzensprengend). Vielleicht bin ich auch mitlerweile zu alt fürs "Megafan- sein" und sehe schneller (auch mal kritisch) über den Tellerrand hinaus.
Ich MUSS nicht mehr alles gut bzw MEGA finden, nur weil es von meinem Lieblingskünstler kommt...Kritik ist angebracht, meist Subjektiv und immer abhängig von der jeweiligen Situation/& den jeweiligen Umständen...mit Liebeskummer hört man Musik ja auch anders als beim Workout...bzw. nimmt sie anders war, wird anders berührt...oder eben auch gar nicht.
Spricht mir aus der Seele - und sorry, dass ich eine derartige Verspätung in der Antwort habe.. Wie es in der Tat so ist, man muss auch die Zeit haben sich reinzuhören.
Ich sehe es aber genau so: nach anfänglicher Begeisterung - endlich wieder was abwechslungsreiches von Dream Theater - bleibt bei mir einfach zu wenig hängen vom aktuellen Album. At Wit's End und Pale Blue Dot sind noch in der hot rotation, und die frühen Metallica-Anklänge bei Fall Into The Light wecken Erinnerungen, aber definitiv kein Gänsehauteffekt mehr.
Na klar, es hängt auch damit zusammen, womit man groß geworden ist. Und Images&Words und Awake sind Alben aus meiner Jugend, das war einfach sagenhaft. Aber ich kann mich auch noch an den Moment erinnern, als das Intro zum Song "Octavarium" das erste Mal durch die Anlage lief. Good times...

Zu guter letzt eine Beobachtung, die ich zu meinem Musikgeschmack gemacht habe: Dream Theater hatten bei mir lange die Ausnahmestellung, weil es so guten Prog-Metal laaaaaange Zeit wirklich nur da zu hören gab. Und bis Octavarium hat die Band im Grunde von Album zu Album eine ganz andere Facette bedient. War schon genial.
Jetzt hat die Band auch schon jede Menge Alben auf dem Buckel. Und gleichzeitig ist die Zahl der richtig guten Bands aus dem Genre explodiert. Allein die ganzen Supergroups, die sich immer wieder bilden, was Steven Wilson mit jedem Album neu erfindet, oder auch Riverside, Kino, Mastodon, Caligula's Horse, Opeth, ganz zu schweigen von den ganzen kleinen, noch nicht entdeckten Bands... Das ist das Gute daran - die Alternativen sind mittlerweile so breit gestreut, dass eigentlich jedes Jahr mindestens ein oder zwei Alben rauskommen, die mich kriegen. Und wenn gar nichts mehr geht, geht immer "Awake"... 8)
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 31.03.2019, 16:10

@Johnnie:
Also ich höre Dream Theater nicht aus nostalgischen Gründen - zumal ich sie in den 1990er Jahren noch gar nicht kannte. Rückblickend haben sie aus meiner Sicht ihre besten Alben von 1999 bis 2005 gemacht. Doch auch in der aktuellen Besetzung ist ihnen mit A Dramatic Turn Of Events ein großer Wurf gelungen. Im Vergleich fällt Distance Over Time meines Erachtens zwar ab, gefällt mir aber trotzdem noch ziemlich gut. Klar, Caligula's Horse klingen auf ihrem aktuellen Album In Contact insgesamt moderner, und können mich auch tatsächlich noch mehr begeistern, aber: das ist auch erst deren vierte Scheibe, während DT, wie Du zu Recht geschrieben hast "schon jede Menge Alben auf dem Buckel" haben.

Noch ein Wort zu Steven Wilson: sonderlich innovativ finde ich den schon lange nicht mehr. Jahrelang gab's von ihm überwiegend Retro-Prog, wenn auch fraglos toll gemacht und zuletzt wollte er dann mit To The Bone den Pop-Markt erobern - das konnte jedoch nicht gelingen, mit derart müden Songideen. Zudem ist er dafür auch als Sänger einfach nicht gut genug. Gegen einen Hozier zum Beispiel sieht er dann doch recht alt aus.
Aber ich schweife immer mehr ab. Jedenfalls gefällt mir Distance Over Time um Längen besser als To The Bone.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 01.04.2019, 07:09

Mich begeistert immer noch der mega satte und für mich perfekte Sound dieses Albums :yeah:

Und auch die Songs bleiben immer mehr "kleben", ich bin echt froh und sehe schon ganz klar eine Steigerung zu den letzten Alben seit MM in der Band ist.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von larryboogie » 01.04.2019, 19:39

Simply Joe hat geschrieben:
31.03.2019, 16:10
@Johnnie:
Noch ein Wort zu Steven Wilson: sonderlich innovativ finde ich den schon lange nicht mehr. Jahrelang gab's von ihm überwiegend Retro-Prog, wenn auch fraglos toll gemacht und zuletzt wollte er dann mit To The Bone den Pop-Markt erobern - das konnte jedoch nicht gelingen, mit derart müden Songideen. Zudem ist er dafür auch als Sänger einfach nicht gut genug. Gegen einen Hozier zum Beispiel sieht er dann doch recht alt aus.
Aber ich schweife immer mehr ab. Jedenfalls gefällt mir Distance Over Time um Längen besser als To The Bone.
WHAAAT :shock: Steven Wilson erfindet sich mit jedem Album neu ohne sich zu verlieren. Zugegebenermaßen hat das letzte Album nach hinten ab dem 3letzten Song etwas ab aber davor ist das ja mal eine mega symbiose von Pop- Und Prog! Und der Mann hat so viel Gefühl in der Stimme und seinen Songs- dat is der hammer. Mal ganz davon abgesehen, dass er einen megaorganischen Sound hat und Live ebenso sympathisch und perfekt rüberkommt. Einder DER wahren Künstler schlechthin!
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 03.04.2019, 10:15

Ich glaube, Steven Wilson braucht einen eigenen Thread.


Als eifriger Spotify-Nutzer fiel mir auf, dass - wenn man die 3 Singles nicht mitrechnet - Barstool Warrior und At Wit's End bis jetzt die meisten Klicks haben. Nehme ich dann aber zum Vergleich die aktuellen Amazon-Verkaufsränge, liegen interessanterweise Viper King und Out Of Reach vorn. Wie ist das zu erklären?
Das bringt mich zurück zu Hans Muffs Idee, eine Song-Rangliste hier im Forum zu erstellen:
Hans Muff hat geschrieben:
26.02.2019, 10:42
Vielleicht sollten wir demnächst (lasst uns Fastnacht mal vorbeigehen), mal Song für Song durchgehen, evtl. ein Favoritenliste erstellen :lol: . Bin gespannt wie Ihr Eich da entscheiden würdet. Aber dafür mache ich dann einen entsprechenden Thread auf, sobald alle genug Zeit hatten das Album "aufzusaugen". Bis dahin weiterhin viel Spass damit!
Also meine Liste steht inzwischen - mehr oder weniger zumindest. :)

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Kyo » 07.04.2019, 11:29

Bei Viper King wär's relativ leicht zu erklären - Leute haben die reguläre CD gekauft, wollen den Bonustrack aber separat davon trotzdem haben. War in so manchem Fall wahrscheinlich auch billiger.
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 07.04.2019, 15:58

Kyo hat geschrieben:
07.04.2019, 11:29
Bei Viper King wär's relativ leicht zu erklären - Leute haben die reguläre CD gekauft, wollen den Bonustrack aber separat davon trotzdem haben. War in so manchem Fall wahrscheinlich auch billiger.
Ja stimmt, das dürfte die Lösung sein. Aber was ist mit Out Of Reach? Kommt es vielleicht wegen seiner gefälligen Melodien bei Pop-Konsumenten gut an? Doch warum sollten die sich etwas von DT anhören? Vielleicht, weil sie in den Album-Charts so hoch eingestiegen sind? Ich weiß es nicht.

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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Axel » 10.04.2019, 18:17

Simply Joe hat geschrieben:
03.04.2019, 10:15

Das bringt mich zurück zu Hans Muffs Idee, eine Song-Rangliste hier im Forum zu erstellen:
Hans Muff hat geschrieben:
26.02.2019, 10:42
Vielleicht sollten wir demnächst (lasst uns Fastnacht mal vorbeigehen), mal Song für Song durchgehen, evtl. ein Favoritenliste erstellen :lol: . Bin gespannt wie Ihr Eich da entscheiden würdet. Aber dafür mache ich dann einen entsprechenden Thread auf, sobald alle genug Zeit hatten das Album "aufzusaugen". Bis dahin weiterhin viel Spass damit!
Also meine Liste steht inzwischen - mehr oder weniger zumindest. :)
Das sollten wir nun auch tun!
Wäre es daher vielleicht gut für jeden Song einen eigenen Thread anzulegen?
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Hans Muff » 10.04.2019, 20:15

Das wäre vielleicht etwas viel. Ich denke es genügt ein separater Thread für ein Ranking. Sonst wird es zu unübersichtlich.
Bei mir ist momentan etwas Land unter... Komme aktuell mal wieder zu nichts. :-(
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Re: Distance Over Time (vö 22.2.2019)

Beitrag von Simply Joe » 11.04.2019, 15:14

Ihr macht das schon. Bin schon sehr gespannt...

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